Jubiläumsfest 20 Jahre Schulstationen in Steglitz-Zehlendorf

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Am 16. Mai 2022 feierten 13 Schulstationen in Steglitz-Zehlendorf ihr 20-jähriges Jubiläum. Rund 60 Gäste waren in das Droste-Hülshoff-Gymnasium gekommen, um die Pionierarbeit an den Schulstationen im Bezirk gemeinsam zu würdigen. Gekommen waren die Kolleg*innen aus der Schulsozialarbeit selbst, zahlreiche Vertreter*innen der beteiligten Schulen und Träger sowie Verantwortliche aus dem Bezirk. So sprachen Carolina Böhm als zuständige Stadträtin und Oliver Gulitz als Jugendamtsleiter Grußworte und erinnerten an die Vorreiterrolle des „Steglitz-Zehlendorfer Modells“, das Jugendhilfeerfolgreich an Schulen brachte.

Nach einem kurzweiligen Programm, das viele Glückwünsche, Erinnerungen, informative Gespräche, Musik und einen Film bereithielt, konnten alle gemeinsam draußen auf dem Schulhof weiter feiern. Was in den Gesprächen verdeutlicht wurde: Alle sind zurecht stolz, was schon erreicht wurde – und haben noch viel vor! Auf die nächsten 20,30,50 und mehr Jahre!

Organisiert wurde das Festjubiläum von den Trägern der unterschiedlichen Schulstationen. Beteiligt waren neben der tandem BTL der Träger ALEP e.V., contact Jugendhilfe und Bildung gGmbH, das Stadtteilzentrum Steglitz, das Nachbarschaftshaus Wannseebahn e.V. und die Zephir gGmbH. Das Droste-Hülshoff-Gymnasium stellte Bühne und Schulhof für die Feierlichkeiten zur Verfügung.

Mehr als 20 Jahre Steglitz-Zehlendorfer Erfolgsmodell

Die älteste Schulstation ist an der Dreilindenschule angesiedelt und liegt heute in der Trägerschaft der tandem BTL. Sie gibt es schon seit rund 26 Jahren. Die anderen Schulstationen folgten wenige Jahre danach: An der Pestalozzischule, der Biesalskischule, der Dunant-Grundschule, der Grundschule an der Bäke sowie der Mercator-Grundschule sind die Schulstationen ebenfalls in der Trägerschaft der tandem BTL.

Als Vertreter*innen der gastgebenden Schule gratulierten sowohl die Schulleiterin Christiane Wagner als auch der Schülersprecher Lior Steiner, der als Schüler aus seinen eigenen Erfahrungen heraus gut darstellen konnten, wie wichtig die Schulsozialarbeit für Kinder und Jugendliche ist. Carolina Böhm, Bezirksstadträtin für die Abteilungen Jugend und Gesundheit in Steglitz-Zehlendorf, betonte in ihrem Grußwort, was es für ein wichtiger Schritt war, Jugendhilfe und Schule gut zu verzahnen. Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf sei hier Anfang der 90er Jahre Vorreiter für ganz Deutschland gewesen.  Bis heute sei es der Anspruch an Schulen, allen Kindern einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung zu verschaffen und sie ins Erwachsenleben zu begleiten. Hier sei die Schulsozialarbeit eine notwendige und wichtige Ergänzung für die Schulen. Der Arbeit der Kolleg*innen galt ihr größter Dank, dem sich auch Jugendamtsleiter Oliver Gulitz anschloss. Dieser erinnerte auch an die Anfangszeit, als 2003 in Steglitz-Zehlendorf für den Erhalt der Schulstationen demonstriert und erfolgreich gekämpft worden war. Seither hat das Steglitz-Zehlendorfer Modell berlinweit Schule gemacht. Als Jugendamtsleitung stellt er fest, dass die Schule der Ort ist, an dem die Jugendhilfe alle jungen Menschen erreichen und die zentralen Anliegen der Jugendhilfe – Bildung, Partizipation und Teilhabe – verwirklichen kann.

Ilka Biermann, ehemalige Jugendamtsleitung in Steglitz-Zehlendorf,  erinnerte als „Mutter“ des Erfolgsmodells Schulstation an die herausfordernde Anfangszeit, die vor allem auch von finanziellen Schwierigkeiten der Stadt Berlin geprägt war. Es ist ein Verdienst der damaligen Akteur*innen, dass Schulsozialarbeit heute mittlerweile regelfinanziert an allen öffentlichen Schulen in Berlin eingeführt worden ist. Allein die tandem BTL ist an mehr als 60 Schulen in Berlin aktiv. Hier in Steglitz-Zehlendorf, mit den vielen Kolleg*innen, die teilweise schon seit der Gründungszeit an den Schulen wirken, begann diese Erfolgsgeschichte, die den Lernort Schule für Kinder und Jugendlichen mit wirkungsvoller schulbezogener Jugendhilfe bereichert.


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